Sasha liebt nicht große Worte (und Fotos), denn er war von solcher Sorte
Von Redaktion • 26.05.09 • Thema: Fotorecht, News, PresserechtWährend des Auftritts sind Foto-Aufnahmen ausschließlich während der Darbietungen der ersten zwei Titel und nur ohne Blitz, (TV-)Film-Aufnahmen ausschließlich während der Darbietungen der ersten drei Titel und nur von der Mixer-Position zulässig. Anschließend hat MEDIENPARTNER sich vom Bühnenbereich bzw. der Mixer-Position zurückzuziehen.
MEDIENPARTNER beabsichtigt die Produktion zu veröffentlichen in: (…)
MEDIENPARTNER darf die Produktion ausschließlich für vorstehend genanntes Medium/Format verwenden. Insbesondere jegliche Weitergabe der Produktion an Dritte, auch an andere Redaktionen etc., ist ohne vorherige schriftliche Genehmigung seitens der FIRMA nicht gestattet. Davon ausgenommen sind DPA, DDP und AP.
Bei Auftritten des Musikers Sasha sind Fotojournalisten keine Journalisten mehr, sondern “Medienpartner”. Da sich dpa, ddp und AP erfolgreich gegen solche Bestimmungen gewehrt haben, sind jetzt nur noch sonstige Agenturen und freie Fotografen betroffen.
Freien Journalisten und sonstigen Agenturen ist zu empfehlen, sich gegen solche Regelungen vehement zu wehren. Sie sind unakzeptabel und ein Eingriff in die Pressefreiheit. Eine Sonderstellung für bestimmte Agenturen ist erst recht nicht zu rechtfertigen. Alle professionellen Fotografen müssen das Recht auf ungehinderte Berichterstattung erhalten.
Zum Gebaren der Konzertdirektion Karsten Jahnke in Sachen Sasha-Konzerte gibt es auch ein ausführliches Interview bei SpiegelKritik.





Nicht nur Sasha ist ein Problemfall. Herbert Grönemeyer lässt keine freien Fotografen zu, sondern nur DPA, Reuters und je einen Fotografen pro ansässige Zeitung. AC/DC selbes Spiel. Selbst bei Theateraufführungen (bei der Komödie “Acht Frauen” mit Maria Sebaldt, einem Gastspiel des Bayerischen Hof München, musste ich gehen, wenn ich die Vorstellung fotografieren würde - was man ja nicht macht - würden die Damen sofort die Vorführung abbrechenen, außerdem gibt es ja Pressematerial für eine ordentliche Berichtserstattung) geht das Diskutieren los. Die Liste ist lang und es ist traurig, dass die Verlage und Zeitungen ihre Fotografen nicht den Rücken stärken. Schließlich machen die die Vorberichtserstattung und, solange die redaktionell ist, ist diese ja auch kostenlos und füllt dem Veranstalter das Haus. Aber auch die Schreiber müssten sich solidarisch mit den Fotografen erklären und sagen, wenn der nicht fotografieren darf, kann ich auch nicht schreiben und ich gehe. Aber leider klappt das auch nicht