Lidl-BILD-Videokamera: Qualitätsurteil - was meinen die Profis?
Von Redaktion • 03.12.08 • Thema: Technik
Quelle: bild.de
Die Supermarktkette Lidl und bild.de wollen den Leserreporter mit der Videokamera einführen. Nachdem die BILD-Zeitung den “Volks-PC”, die “Volks-Wandfarbe” erfunden hat, jetzt also der “Volks-Videojournalist”, kurz “Volks-VJ”?
Die Kamera soll eine vergleichsweise geringe Auflösung aufweisen, eine VGA-Auflösung von 640 x 480. Zur technischen Ausrüstung ist mehr bei meedia.de zu lesen. Wird sie an den Computer angeschlossen, soll sich automatisch ein Programm öffnen, das die Übermittlung an BILD anbietet. Analog zu Angeboten auf dem US-Markt, wo sich allerdings eine Verbindung zu YouTube aufbaut.
Wir fragten Matthias Zuber und Thomas Franke, freie Journalisten und Initiatoren des Videojournalisten-Netzwerks, nach ihrer Meinung zu den neuen “Volks-Videojournalisten” der BILD-Zeitung.
bildjournalisten: Sie selbst arbeiten als hauptberufliche freie Journalisten. Kürzlich haben Sie das Videojournalisten-Netzwerk mit gegründet. Kommen hier demnächst 10.000+ neue Mitglieder für Ihr Netzwerk auf Sie zu?
Zuber: Das wäre vielleicht eine neue Geschäftsidee: Eine kommerzielle Interessenvertretung der Volks-VJs hätte allerdings mit unserem Netzwerk nicht viel gemein. Denn wir definieren das, was wir - als Kameraleute, Autoren, Cutter und Produzenten arbeitende Journalisten - als unser Arbeitsfeld ansehen. Dazu gehört es zum Beispiel auch Qualitätsstandards zu formulieren und da fallen die Volks-VJ-Kameras schon einmal durchs Raster. Die sind sicher lustig, um spontane Erinnerungsstützen in Masse zu produzieren, nicht aber, um halbwegs überlegt eine Geschichte oder Handlung filmisch zu erzählen.
Franke: Mit Sicherheit nicht. Leserreporter sind keine professionellen Journalisten. Ich denke auch nicht, dass einer dieser Leserreporter Interesse hat, Zeit und Arbeit zu investieren, um die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung von selber filmenden und crossmedial arbeitenden Journalisten zu verbessern. Denn darum geht es bei dem Netzwerk: um eine starke Vertretung dieser hochqualifizierten Journalisten.
Als Beispiel: Wir arbeiten mit der Sony EX 3, die kostet mit Equipment so etwa um die 12.000.- € - abhängig vom Equipment vielleicht ein wenig mehr. Die Auflösung der Kamera sind 1920 x 1080 Pixel. Der Chip, auf dem das Bild entsteht, ist einen halben Zoll groß und ermöglicht dadurch auch die Arbeit mit Objektiven, die den Namen verdienen. Alleine über die technische Seite, die enorm wichtig ist, um eine Geschichte bewusst zu erzählen, ließe sich hier noch vier Stunden reden. Gar nicht zu sprechen von den journalistischen und dramaturgischen Fähigkeiten, die man benötigt, um einen Beitrag zu erstellen. Das heißt nicht, dass ich nicht glaube, dass der “Volks-Video-Journalismus” - wobei mir das Wort gar nicht gefällt - das klingt so nach Drittem Reich - nicht auch Perlen an Authentizität und Lebendigkeit hervorbringen kann, die professionelle Produkte in den Schatten stellen. Aber das ist eben dann ein ganz anderes, ein eigenes Genre, wenn sich das durchsetzt und nicht nur ein Strohfeuer ist.
bildjournalisten: Was halten Sie von der angebotenen Kameraausrüstung? 2 GB Speicherkapazität, VGA-Auflösung, ist das eine geeignete Ausrüstung für Videojournalisten?
Zuber: Für den Sommerurlaub ist die Kamera sicher klasse. Fürs professionelle Arbeiten kann man sie getrost vergessen. Wie bereits gesagt ist das Objektiv fürs professionelle Erzählen ungeeignet. Von den fehlenden professionellen Toneingängen ganz zu schweigen. Die Auflösung liegt dreihundert Prozent unter der einer Kamera, die heute Standard ist im HD-Bereich. Manuelle Einstellmöglichkeiten zum professionellen Erzählen fehlen fast gänzlich. Lustiges Teil, wird wohl bald noch mehr davon geben, aber, um ein halbwegs professionelles Produkt zu erstellen absolut ungenügend. Im Homevideo- und Experimentalfilmbereich hat das Teil sicher einen Sinn und kann inspirierend wirken.
Franke: Welches die geeignete Ausrüstung ist, hängt immer von den Anforderungen des Auftraggebers ab. Professionelles Equipment kostet Geld, kann nicht von jedem bedient werden, liefert aber auch bessere Qualität. Generell mag ich den Begriff Videojournalist gar nicht. VJ klingt nach Geld sparen. Darum darf es aber nicht gehen. Es gibt Kollegen, die sich technische Fähigkeiten angeeignet haben, für die sie auch bezahlt werden müssen. Die Tatsache, dass jemand ohne Kameramann/frau auskommt oder ohne Cutter/in, heißt nicht, dass diese Tätigkeit nicht bezahlt werden muss! Mit einer Bezahlung von 70 oder 80 Euro Zuschlag pro Drehtag machen sich die Auftraggeber lächerlich. Es muss sich um Honorare handeln, die zwar unterhalb von professionellen Kameraleuten sind, aber schon bei 300-400 Euro pro Dreh- oder Schnitttag ansetzen.
bildjournalisten: Was wäre ausrüstungsmäßig Ihre konkrete Empfehlung für jemanden, der ernsthaft und professionell als Videojournalist/in arbeiten möchte? Was braucht man so alles, was ist mittlerweile Standard, mit welchen Kosten ist zu rechnen?
Zuber: Ab 2010 senden die öffentlich rechtlichen Fernsehsender HD, also hochauflösend. Was in Europa erst einmal eine Auflösung von 1020 x 720 bedeutet. Mit Ausnahme der Niederlande, die senden, habe ich gehört, 1920 x 1080. Das heißt, dass ich einem VJ, der technisch und inhaltlich, dramaturgisch fit ist, empfehle, eine HD-Kamera zu kaufen. Da gibt es von Sony die EX-Serie, die ich persönlich sehr gut finde, da die Kameras einen größeren Bildchip besitzen als die Konkurrenzmodelle. Außerdem kann man bei der EX 3 auch andere Objektive benutzen, was die Erzählmöglichkeiten und die Bildbrillanz erheblich verbessert und das Endprodukt auch konkurrenzfähig macht gegenüber den Filmen konventioneller Teams. Dann braucht der VJ anständige Mikrofone - eine “Keule” wie das ME 66 von Sennheiser mit leichter Richtmikrofon-Charakteristik, einen Windschutz für das Mikrofon (Windkorb, Pistolengriff und Fell). Eine Funkstrecke mit Ansteckmikrofon, einen professionellen Kopfhörer, ein Lampenset, ein professionelles Stativ, Speicherkarten, wenn die Kamera auf SXS- oder P2-Karten aufnimmt, Ersatzakkus, ein bis zwei zusätzliche Ladegeräte, eine Mattebox mit Flags, Filter (auf alle Fälle einen Pol-Filter), einen leistungsfähigen Laptop mit einer hervorragenden Grafikkarte, zusätzliche Festplatten, ein Schnittprogramm (Avid Media Composer oder Final Cut Studio o. ä.). Dann gibt es natürlich noch eine ganze Menge an Möglichkeiten, sich mit zusätzlichem Equipment auszustatten, was grundsätzlich von der jeweiligen Arbeitsweise und Aufgabengebiet abhängt. Aber bei einer soliden Grundausstattung - je nach Herstellern - liegen wir bei einem Neuanschaffungspreis zwischen 15.000 und 22.000.- €.
Franke: Auch das hängt von den Anforderungen des jeweiligen Auftraggebers ab. In jedem Fall braucht man nicht nur eine gute Kamera, sondern auch professionelle Mikrophone, ein Stativ, einen Computer mit Schnittprogramm etc. Da kommen schnell mehrere Tausend Euro zusammen, auch wenn man die Ausrüstung gebraucht kauft. Qualität kostet Geld und diese Investitionen müssen bezahlt werden. Freie Journalisten sind Unternehmer, keine Gutmenschen, die aus Liebhaberei, die Sparmaßnahmen der Medienanbieter finanzieren.
bildjournalisten: Die Rede war von der Bild-Auflösung - aber welche Rolle spielt eigentlich der Ton bei Videoaufnahmen?
Zuber: Für einen Film, der emotional packend sein soll, ist der Ton enorm wichtig. Das heißt, dass man da eben auch etwas investieren sollte in gute Mikrofone. Sie kennen das von Hollywoodstreifen, da gibt es eine eigene Sounddramaturgie, die fast so viel (manchmal sogar noch mehr) erzählt wie die Bilder.
Franke: Der Ton ist eines der großen Probleme der meisten filmenden Autoren. Ton ist ein eigenes Medium, das Sorgfalt und Können verlangt. Guter Ton ist viel wert und wird häufig unterschätzt.
bildjournalisten: “Für Videos genügt es, die Kamera halten zu können” - stimmt das, oder was kann eine Ausbildung an der Kamera bringen? Und wie viel Zeit ist dafür eigentlich mindestens erforderlich?
Zuber: Es gibt Genies, die können das, ein Bild optimal einzurichten, so dass das, was man sieht, ein Gefühl erzeugt und gleichzeitig die handlungsrelevanten Ausschnitte zeigt in einer Weise, dass man gerne zuschaut. Aber in der Regel gehört zu einem guten Bild eine Auseinandersetzung mit dem Medium und unserer Bildtradition, die immer noch stark von der Renaissance beeinflusst ist. Wie lange diese Auseinandersetzung und das Üben in praktischen Umsetzungen dauert, ist schwer zu sagen. Leute wie Michael Ballhaus sagen, dass sie immer noch lernen. Das heißt, es ist ein lebenslanger Prozess. Um zu halbwegs vorzeigbaren Ergebnissen zu gelangen, das ist ein Prozess, der bei den unterschiedlichen Menschen unterschiedlich lang dauert. Eine Hausnummer gibt es da nicht - meiner Meinung nach.
Franke: Es genügt nicht, eine Kamera halten zu können, man muss sie auch bedienen können. Und nicht jeder, der eine Kamera bedienen kann, macht auch gute Bilder. Es gibt Menschen, die haben das sehr schnell begriffen, andere werden es nie lernen. Dazu kommt das journalistische Grundhandwerk. Nur wer das vollständig beherrscht, ist in der Lage selbständig eine Geschichte in Bild, Ton und Text wirklich gut zu erzählen.
bildjournalisten: “Wir filmen alles alleine” - Ist die Arbeit im Dreierteam (Reporter, Kameramann/frau und Tontechniker) überkommen, oder gibt es nach wie vor - selbst für Amateure - gute Gründe dafür, nicht alles immer alleine zu machen?
Zuber: Ich persönlich glaube, dass das Arbeiten im Zweierteam für eine Menge Formate vom Fünfminüter bis zum abendfüllenden Dokumentarfilm von Vorteil ist. Allerdings sind in dem Team, von dem ich spreche, beide Mitglieder gleich kompetent: Sie können beide mit der Kamera umgehen, haben eine fundierte journalistische und dramaturgische Ausbildung/Vorbildung und können beide mit den gängigsten Schnittsystemen (Avid und Final Cut) arbeiten. Wir bei uns drehen die meisten Geschichten so. Oft auch mit zwei Kameras, was die Drehzeit oft verkürzt und garantiert, dass die Vorgänge ohne Inszenierungen auskommen. Wir haben mit dieser Arbeitsweise sehr gute Erfahrungen gemacht, sowohl im Magazin wie im Reportage und Dokumentarfilmbereich. Natürlich gibt es Drehs, wo man ohne großes Team nicht auskommt. Zum Beispiel produzierten wir vor einigen Jahren einen Film über Kirchenarchitektur, wo auch Kräne, Dollys und sonstiges großes Gerät zum Einsatz kamen. Aber da kommt man dann auch nicht mit einem Dreierteam aus. Da sind dann schnell fünf bis zehn Leute am Set. Ich persönlich denke, dass die Zeit des klassischen Dreierteams ökonomisch und ästhetisch vorbei ist. Die Sender hängen ja immer hinter den Entwicklungen her, da sie so große schwer manövrierfähige Frachter sind, mit einer Menge unterschiedlicher Leute an Bord, aber ich denke, das hochqualifizierte Zweierteam ist die Zukunft. Und für Amateure gibt es eigentlich nur Gründe, mit Leuten zusammenzuarbeiten, die das Filmen inhaltlich und technisch beherrschen.
Franke: Das hängt von der Geschichte ab. Es gibt Drehs, da ist es ratsam, im Team zu arbeiten, andere, sehr persönliche Recherchen oder Portraits von Menschen zum Beispiel, werden durch größere Teams eher erschwert. Der allein drehende Reporter darf keine kostensparende Allzweckwaffe der betriebswirtschaftlichen Abteilungen der Medienunternehmen werden, sondern nur eine von vielen Möglichkeiten, die mal angebracht ist und dann wieder nicht.
bildjournalisten: “Wir produzieren jetzt auch mal Videos”, das ist ja das neue Credo von Medienanbietern und auch Bürgern. Kann man/frau interessantes Videomaterial in 2:30 Minuten produzieren, oder was kommt an Vorbereitung, Arbeit während der Aufnahme und danach hinzu: Wie viel Zeit braucht man/frau mindestens für gerade noch so vorzeigbares Material? Und wie viel Zeit für richtig gute, sendefähige Filme?
Zuber: Das ist eine gute und schwierige Frage. Und: Sie ist nicht pauschal zu beantworten. Denn jeder hat ein unterschiedliches Bildgefühl und unterschiedliche Fähigkeiten, Geschichten in Bildern zu erzählen. Ich denke, dass frau/man mindestens so viel Zeit für einen 2:30er benötigt, wie ein professionelles Team, wahrscheinlich sogar mehr: Abhängig vom Thema, den Drehorten und dem damit verbundenen Drehaufwand benötigen die meisten Teams für einen 2:30er einen halben bis einen ganzen Tag zum Drehen und dann noch einmal einen halben bis ganzen Tag zum Schneiden, je nach Aufwand und Schnittfrequenz. Bei einem videoclippigen Teil mit Halbsekundenschnitten kann man dann auch eine Woche an dem Schnitt sitzen und eine Woche dafür drehen.
Franke: “Mal Videos” produzieren kann jeder. Die sehen dann meist aber auch so aus. Recherche ist auch dabei die halbe Miete und Recherche kostet Zeit. Wie viel hängt vom Thema und den Umständen ab. Aber, wie überall: Qualität kostet Geld. Man kann das gar nicht oft genug betonen.
bildjournalisten: Machen die Profis vielleicht alles zu kompliziert? Wird mit der neuen “Amateur-Einbindung” vielleicht eine neue Video-Ästhetik geschaffen, “sehr einfach gemacht und dennoch irgendwie gut”, sozusagen Lidl-BILD-Qualität für das bewegte Bild?
Zuber: Es gibt diese “einfache” rohe Ästhetik bereits. In der Vergangenheit war das Super 8, das ja auch über den Amateurumweg dann auch Eingang in die Kunst und ins Hollywoodkino fand. Es gibt seit Hi8 und vorher immer wieder Amateure, die spannende Filme über ihr Leben machen, oder die Region, in der sie wohnen, doch das ist ein anderes Genre. Ich denke nicht, dass über das, was bereits existiert, eine neue Ästhetik geschaffen wird. Vielleicht sieht man in Zukunft nur noch mehr von diesem “rohen” Material. Lidl und Bild haben da sicher keine Urheber-Rechte an dieser Art Filme. Und - wie bereits gesagt - es gibt in diesem Bereich eine Menge spannender Sachen - und - wie beim professionellen Film auch - eine Menge Schrott.
Franke: Ich bin mir nicht sicher, ob es eine neue “Video-Ästhetik” gibt. Es hat immer den Charme der unmittelbaren, auch verwackelten Kamera gegeben. Immerhin baut eine ganze Filmrichtung, die der Dokma-Filme, darauf auf. Leserreporter sind aber keine Journalisten. Egal mit welcher Kamera. Menschen, die Blogs betreiben, sind ja auch nicht automatisch Journalisten, auch wenn viele Journalisten bloggen.
bildjournalisten: Nehmen wir an, ein/e passionierte/r Bürger/in schafft, vermutlich mit einer erheblich besseren Videokamera, eine Reportage, sagen wir einen 2:30er, oder auch einen 10-Minüter. Was sollte/könnte er, vorausgesetzt der Film ist wirklich gut, eigentlich auf dem Markt verlangen?
Zuber: Das kommt darauf an, wo der Film veröffentlicht werden soll, wie exklusiv das Thema, die Geschichte ist - und wie der Grad der technischen inhaltlichen Perfektion ist. Ich würde meiner Mitbürgerin, meinem Mitbürger empfehlen, dass sie/er eine Kalkulation macht, in der alle Kosten, die für den Film angefallen sind, enthalten sind, auch die Benutzung der Kamera, des Computers und des Schnittprogramms. Dann sollte der Filmemacher, die Filmemacherin abschätzen, wie viel Arbeitstage sie in den Film gesteckt hat und diese dann pro Tag mit 300.- bis 500.- € je nach Exklusivität der Geschichte und/oder der Umsetzung in Rechnung stellen.
Franke: Ein gut produzierter Film, auch in der Länge von 2′30, an dem der Sender nichts mehr machen muss, sollte nicht unter 1.000 Euro pro Sendeminute herausgegeben werden. Das sollte nur ein einmaliges Senderecht einschließen. Jede weitere Verwertung muss neu abgesprochen werden und vor allem extra bezahlt werden. Die Realität ist leider oft anders.
bildjournalisten: Bleiben wir bei dem wirklich guten Film. Würden Sie diesen als erstes Bild.de anbieten oder was wäre Ihre Empfehlung?
Zuber: Suchen Sie sich lieber eine aufgeschlossene Fernsehredaktion - das bringt mehr Geld und hilft ihnen auch bei der Professionalisierung Ihres Filmemachens.
Franke: Ich denke, dass Profis einen “wirklich guten Film” nicht bei Bild.de anbieten.
bildjournalisten: Der “Volks-VJ”: Modern, verrückt oder sogar verantwortungslos gegenüber hauptberuflichen VJs? Oder aber die Kolleg/inn/en von Morgen? Was ist Ihre persönliche Meinung?
Zuber: Journalismus und Unterhaltung ist ein Markt wie andere auch. Und jede Gesellschaft hat die Medien, die sie verdient (mehr oder weniger). Wenn diese Volks-VJ-Form der Unterhaltung Konsumenten findet, hat sie eine Daseinsberechtigung - auch als Spiegel unserer Gesellschaft. So lange es Medien gibt in ausreichender Zahl, die nach gewissen Standards arbeiten - inhaltlich wie ästhetisch - sehe ich weder eine Gefahr für VJs, noch für Kollegen, die konventionell arbeiten.
Franke: Es ist schön, wenn Menschen ihr eigenes Fernsehen machen können. Ich sehe da weder eine Konkurrenz, noch eine Gefahr für professionellen Journalismus. Wer professionell informiert werden möchte, wird diese Informationen nicht bei Amateuren suchen. Es sucht ja auch niemand ernsthaft Informationen über kommunale Bildungspolitik in Schülerzeitungen. Das heißt aber nicht, dass man sie da nicht finden kann.
Ob sich der eine oder andere der Hobbyreporter professionalisiert, wird man sehen. Aber dann geht es wieder ums Geld verdienen - “Willkommen im Club”, würde ich dann mal sagen. Und immer schön Geld verlangen für die Qualität.
bildjournalisten: Was macht eigentlich Ihr Netzwerk für Videojournalisten? Worauf zielen Sie, was sind Ihre Ziele?
Zuber: “Videojournalismus” ist ein Begriff, der vor allem von Konsumenten des so genannten “Videojournalismus” geprägt wurde. Und da standen an sehr exponierter Stelle die Einsparmöglichkeiten als herausragendes Kriterium. Unser Netzwerk stellt Videojournalismus, wobei uns das Wort nicht gefällt, aus der Sicht derer dar, die als “Videojournalisten” arbeiten. Denn für uns ist Videojournalismus keine Einsparungsmöglichkeit, sondern eine eigenständige Ausdrucksform. Sie als Printjournalist kommen niemals auf die Idee, eine Recherche zu machen, diese auf einen Notizblock zu schreiben und den dann an einen Kollegen zu geben, der dann daraus einen Text macht. Ein Dritter optimiert dann noch die Grammatik und die Dramaturgie. So ein Vorgehen würden Sie sicherlich als absurd einstufen. Beim nichtfiktionalen Film im Fernsehen ist das aber oft so. Wenn die Bilder die Sprache des Films sind, ist der Schnitt die Grammatik. Im konventionellen Betrieb gibt der Autor diese beiden wichtigen Elemente in andere Hände. Das mag für viele Produktionen richtig und sinnvoll sein. Wir, die wir sowohl Autoren sind wie auch Kameraleute und Cutter, haben uns eine andere Sicht- und Arbeitsweise erarbeitet. Neben der Darstellung unseres Lebens- und Berufsbildes will das Netzwerk auch an Tarif-, Qualitäts- und Technikstandards mitarbeiten. Außerdem ist über das Netzwerk natürlich auch ein Erfahrungsaustausch möglich, der im sonst “autistischen” VJ-Alltag selten ist.
Franke: Das Netzwerk setzt sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und adäquate Bezahlung von Kolleginnen und Kollegen ein. Es geht um Qualitätsstandards und Erfahrungsaustausch. Ein Ziel ist es, das andauernde Dumping zu stoppen.
bildjournalisten: Werden Sie sich eigentlich auch die BILD-Leserreporter-Kamera kaufen? Als kostengünstige Zweitkamera? Oder als Party-Gag?
Zuber: Wenn ich auf eine Party gehe, möchte ich meine Hände frei haben für das Buffet und nicht mit der Kamera anderen vor dem vollen Teller rumfuchteln.
bildjournalisten: Kein Party-Gag?
Franke: Nein, ich hab einen anderen Humor.




Tschuldigung, aber das hier finde ich affig. Es sollte doch allen Beteiligten bewusst sein, dass es bei der Bild-Pseudoflip nicht um wohlrecherchierte Reportagen geht, und dass die damit produzierten “Werke” nur dann ueber einen Fernsehbildschirm flimmern werden, wenn es sich dabei um das einzige Bewegtbild der furchtbaren Katastrophe von nebenan handelt.
Dieser Low-End-Websehenkamera nun Broadcasting-Kameras und -Tontechnik entgegenzusetzen entbehrt nicht einer gewissen Komik. Aber vielleicht nimmt sich ja irgendwann einmal jemand des Themas an, wie man auch mit einem guenstigen Dreichipper und externem Mikrofon (das vom Beta bis zum ME66 reichen kann) vernuenftige und ansprechende Videos fuer das Internet produzieren kann.
Einfach super lächerlich,
da sieht man ja so richtig, wie den etablierten Könnern mit ihrem 10.000 Euro Equipment die Muffe geht. Haben sie es wirklich nötig, sich so herablassend und langwierig zu äußern über eine Minikamera, die Laien ein wenig Spaß bringt ohne eine Bedienungsanleitung zu lesen, Einstellungen zu überlegen und ein Mikro in die Hand zu nehmen. Hat der Porschefahrer es nötig dem Smartfahrer zu zeigen wie man 250 km/h fährt? Sie haben keinen “anderen” Humor, sondern der wurde bei der Grundausstattung völlig vergessen.
Thema verfehlt 6 setzen!
Das ist der einzige Kommentar den man fuer diesen Artikel geben kann.
Es ging hier um eine Mini DV Cam mit grundelgenster Ausstattung, das wars.
Was jetzt da Langatmig ueber teure Kameratechnick gefaselt wird ist bestenfalls langweilig und schlimmstenfalls irrefuehrend.
Denn auch der andauernde Gebrauch des Wortes “Professionell” macht aus teurer Technik nichts besonderes. Bestenfalls wird so erreicht das ein Ahnungsloser hin geht und irgend wo ein Ding kauft, weil es Profis benutzen?!?
Das Beste in der Hinsicht ist noch der Hinweis auf den Speicherchip, haette der Befragte mal lieber den Mund gehalten so merkt man nur das er absolut null Ahnung hat und wohl irgendeinen Werbeprospekt zitiert (einen halben Zoll grosses Speichermedium, dass ist das beste! ) ja also bitte……
Im uebrigen jede Mobile-cam der vorletzten Genreration kann das was diese mini Cam dort vorstellt besser, an den Mobile einiger Hersteller findet man sogar Flashlights usw. mit mehr als 4x zoom und Aufloesungen ueber 640×480 dazu noch DV Ausgang 8Gig Speicherchip (hier miniXD halber Zoll!! *lach* ) und ins Internet kann man den Film sogar ohne Computer schicken, achja der Preis liegt derzeit bei ca 200$ !
Leider jedoch wer sich veraepeln lassen mag der soll es tun, guten Abend
and Best regards
Maro
Solche Rückzugsgefechte haben schon den Fotografen nichts genützt.
@Maro:
Zum Inhalt des Artikels und dem ganzen technischen Blabla kann man ja meinen was man will, aber man sollte es sich tunlichst sparen über Aussagen zu lästern die man (vermutlich aufgrund voelliger technischer Ahnungslosigkeit) nichtmal im Ansatz verstanden hat.
“Das Beste in der Hinsicht ist noch der Hinweis auf den Speicherchip, haette der Befragte mal lieber den Mund gehalten so merkt man nur das er absolut null Ahnung hat und wohl irgendeinen Werbeprospekt zitiert (einen halben Zoll grosses Speichermedium, dass ist das beste! ) ja also bitte……”
Boar, das hab sogar ich verstanden, und ich bin keineswegs ein Bildermacher. Der Chip, der das Bild aufnimmt, ist einen halben Zoll groß. Also die Fläche, die belichtet wird und aufnimmt.
Ansonsten kann ich zu dem Artikel nur sagen: Respekt, dass die Auflösung von 640×480 nicht einfach nur als “Scheiße” betitelt wurde, auch wenn das das einzige ist, was mir zu so einer Auflösung einfällt.
Moin
Ich hab das Gefühl, Ihr habt nicht kapiert, worum es der Bild geht. Sie will schneller und exklusiver das Video haben, wie einem Dieter Bohlen die Pizza aus der Hand fällt oder “mal wieder” ein Bus auf der A7 ausbrennt. Und da beginnt die Krux mit den neuen “Volks-Videojournalisten”. Lieber das Video drehen und bei Bild einstellen, als Hilfe zu leisten. Das nervt mich ja schon bei den “Profis”, wie die sich in den glücklcherweise seltenen Fällen, bei denen ich dabei war, sich am Tatort verhalten haben. Das wird schlimmer werden.
By the way: DSF macht doch schon lange Fernsehen mit Billig-Equipment. Aber zu Eurer Beruhigung: Gute Spielfilme und Dokus werden auch in absehbarer Zeit nicht mit Billig-Hobby-Kameras gedreht werden. So wenig, wie gute Fotos mit Schrott-Fotoapparaten gemacht werden.
Nicht nur Bild ist scharf auf schnelle Schüsse:
http://mindymcadams.com/tojou/2008/twitter-mumbai-and-10-facts-about-journalism-now/
Geht man mit einem Restaurant-Tester zu McDonald’s oder BurgerKing und führt mit ihm ein Interview über Qualität der Speisen? Nein, tut man nicht, weil das eine mit dem anderen nichts zu tun hat. Wie Thomas schon richtig angemerkt hat, geht es hier um Schnelligkeit als Treiber. Und Kai Diekmann hat wenigstens dahingehend recht, dass viele Videos, die die Welt wirklich bewegt haben, von Amateurfilmern aufgenommen wurden (9/11, Tsunami-Katastrophe, Hinrichtung Saddam Husseins, etc). Allein darum geht es, Schnelligkeit, Exklusivität, Sensation. Die Diskussion ist daher meiner Meinung nach in der Form Quatsch, es geht nicht um die formale Qualität des Trägermediums, sondern um die Qualität der Information und die Bedenklichkeit, dass gerade der Boulevard in diesem Feld führend ist.
Übrigens sagt der Duden zu “professionell”: pro|fes|si|o|nell [Adj. , o. Steig.] 1 beruflich; eine Tätigkeit p. ausüben. Das heißt in erster Linie lediglich, dass man seine Brötchen damit verdient, trifft aber keine Qualitätsaussage. Die wiederkehrende zwanghafte Betonung dieses Wortes führt die meisten Aussagen ad absurdum
So so also auf dem Chip der belichtet wird?
Ueber eine Aussage laestern die man nicht verstanden hat?
Das scheint mir hier voll zuzutreffen.
Das wilde Wechseln zwischen Speichermedium, Speicherort, Speicherplatz fuehrt nicht gerade zum Punkt.
Auf einem CHIP ensteht kein Bild da es dort nichts zu belichten! gibt
Auf einer Speicherkarte! ist NICHTS drauf was ein Bild bearbeitert.
Speicherplatz hat nichts mit dem Chip oder der Aufloesung ja nicht einmal direkt mit der Speicherkarte zu tun.
So aus interesse hab ich mal die Groessenangaben der gaengigen GPU Hersteller durchgesehen, da ist auch keiner mehr der noch mit Zoll Groessen daherkommt.
Auch ein irgend ein Hinweis das groessere chips bessere Grafikleitung zeigen ist nicht zu finden , eher das Gegenteil.
Kann natuerlich sein das es bei “PROFI” Cameras ja voellig anders ist und daher der Preis von 12000 Euro sich berechnet, moeglich waere das schon nur dann sollte aus dem Text dringenst jeder Bezug zu gaengingen Electronic raus.
@Daniel
Yeah klar doch voellig Ahnungslos und auch noch stolz drauf.
Darum schriebst du es ja auch!
Regards
Mein Gott ist das peinlich!
Bildleserreporter ist nicht “Bürger zu Filmemachern” sondern “Ersthelfer zu geldgeilen Videogaffern”!
Scheinbar haben weder Interviewer noch Interviewte begriffen worum es überhaupt geht. Die Bild-Leserreporter sollen nicht den Dokumentarfilm-Oskar gewinnen oder als EB-Team für die tagesschau losziehen.
Die sollen Unfall- und Verbrechensopfer, Blut & Sperma-Themen, Promis beim Sex, Promis besoffen beim Kotzen und alles andere filmen was sie nur irgendwie filmen können und was die meisten Profis mit einem Resthauch Ethik nicht aufnehmen würden.
Und das wäre durchaus etwas, daß man mal unter professionellen journalistischen Standpunkten hätte betrachten können.
Wer da lieber verliebt 8oder von Sony gesponsert?) von der Chipgröße seiner EB-Cam erzählt und den Rat gibt “Suchen Sie sich lieber eine aufgeschlossene Fernsehredaktion - das bringt mehr Geld und hilft ihnen auch bei der Professionalisierung Ihres Filmemachens.”, der zeigt nur, daß er nicht begriffen hat, worum es geht.
Und wenn man solche Phänomen diskutiert, dann bitte nicht im Sinne von “Hilfe! Ich bin ein Spitzenfotograf und habe jetzt Angst vor einem Typen mit einem Fotohandy, denn gegen den hab ich keine Chance!”. Das Problem ist nicht, daß da evtl. einer der eher schmierigen Blut & Sperma Kollegen seinen Job verliert, das Risiko ist ein ganz anderes, denn sowas kann direkte Auswirkungen auf die Pressefreiheit und Arbeitsbedingungen der Presse und damit auf die ganze Gesellschaft haben.
Das wäre wichtig gewesen.
Leider erfährt man in dem Beitrag nur das, was diese Kamera nicht kann und vor allem nichts über das, was sie ist - nämlich ein billiges kleines Bildaufnahmegerät.
Eine 69,99-Kamera mit der EX-3 zu vergleichen ist absolut realitätsfremd, da haben ja noch Äpfel und Birnen mehr miteinander zu tun.
Viel interessanter wäre es darüber zu reden, wofür dieser Zwerg im professionellen Einsatz taugt:
So lässt sie sich zum Beispiel sehr gut in Bereichen einsetzen, in denen bisher mit billigen DV-Kameras gearbeitet wurde: etwa als “Opferkamera”- zum Beispiel beim Drachenfliegen, wo sie aufgrund des geringen Gewichts relativ leicht am Sportgerät befestigt werden kann.
Oder als Kamera für Protagonisten in Doku-Soaps, die beim Führen von “Videotagebüchern” zwar in den meisten Fällen die DV-Tapes, leider aber oft nicht die geliehene Kamera zurückschicken. Und deren Aufnahmen leider oft nicht brauchbar sind, weil sie dauernd zoomen, den falschen Weissabgleich verwenden, die Autoschärfe ausschalten, die Verstärkung einschalten und dann auch noch “Record” und “Pause” verwechseln.
Mit der Billigkamera können diese Leute zwar auch murksen - gestern hat ein Protagonist leider alles hochkant gefilmt und bei einigen Aufnahmen den Zeigefinger halb vor die Linse gehalten - aber wenigstens ist auf den Aufnahmen etwas zu erkennen und wenn er die “Volkskamera” (ein schreckliches Wort - und das Bild-Online Logo unter der Optik ist, mit etwas Phantasie, die passende Führer-Bürste) verliert/zerstört/unterschlägt ist der Schaden wenigstens überschaubar.
Ausserdem ist die Vado als versteckte Kamera und für Subjektiven gut einsetzbar.
Blöd ist:
Die technischen Werte sind zwar lausig, aber immerhin arbeitet das Teil mit einer Bildwechselfrequenz von 50 Hz und nicht, wie die meisten Handykameras oder Amateurfotos, mit 30 Bildern. Dass sie keinen optischen Zoom hat, sehe ich nicht als Nachteil - wer einmal Material schneiden musste, in dem ein Wackelzoomschwenk dem nächsten folgte, wird sich über die Festbrennweite mit Autoschärfe der Bild-Lidl-Kamera freuen. Dass der Digitalzoom bei den wenigen Bildpunkten ein Tabu ist, versteht sich von selbst.
Leider hat der Hersteller Creative Labs bei seiner Vado vergessen, dass 4:3 von 16:9 abgelöst wurde, so muss eben in der Postproduktion gecropt und geschoben werden, was die schlechte Auflösung natürlich noch verstärkt.
Und - im Interview wurde es bereits angesprochen - ein externer MIC-Eingang würde natürlich helfen.
Fazit:
PRO: Ein praktisches Zubehör zur restlichen (Digibeta-)Ausrüstung, billig, idiotensicher, lustig.
CONTRA: Nur 4:3, schlechter Ton, im Dunkeln unbrauchbar, PC/Laptop zum Laden/Downloaden erforderlich, der Fascho-Name “Volkskamera”
EMPFEHLUNG: kaufen und Spass haben
PS:
Niemand wird gezwungen Dieter Bohlen beim Döner aufzunehmen und dies hinterher an BILD.de zu überspielen. Man kann auch einfach seine Kinder beim Spielen aufnehmen. Die ganze Leser-Reporter-Diskussion hat doch nichts damit zu tun, dass hier einfach ein billiges Gimmick, gesponsort von einem Verlagshaus, verkauft wird.
Ich kann diesen herablassenden Ton nicht ausstehen. Nur zur Sicherheit: Wir reden doch hier von Web-TV, richtig? Also von diesen Mini-Videos mit einer Auflösung von 400*320 in 4:3.
Und dafür reichen die neuen Mini-Camcorder völlig aus. Dies bestätigen auch Profis, die wissen, dass es nicht die Kamera ist, die eine gute Geschichte ausmacht, sondern die Idee, das Timing und das Quentchen Glück. Von den technischen Möglichkeiten jedenfalls reichen die neuen Kameras völlig aus.
Schaut euch das hier mal an: http://kirkmastin.blogspot.com/2008/02/flip-video-vlog-tale-of-two-formats_21.html
Und noch ein Kommentar zu den Preisen eines Web-Videos - spätestens da merkte ich, auf welch’ hohem Ross die Herren Zuber und Franke sitzen:
Bei mir wird, je nach Redaktion und Entfernung zum Drehort, zwischen 50 und 100 Euro bezahlt. Das Honorar schließt eigene Ausrüstung, eigene Aufnahme, eigener Schnitt und eigenes Hochladen mit ein.
Bisweilen “darf” ich dazu auch gleich noch einen Bericht und Fotos mitliefern. Das ist dann ein Bonus von 10-30 Euro bei entsprechend höherem Aufwand.
Blaulicht-Reportagen für den WDR, die ich über die Agentur Videonews24.de bekomme, werden i.d.R. mit 125 Euro honoriert. Da herrscht dann aber auch ein enormer Stress, man muss rechtzeitig vor Ort sein, bevor die Feuerwehr/Polizei alles aufgeräumt hat. Sind auch keine schönen Themen: Feuer, Unfälle, Morde, Vergewaltigungen.
300-500 Euro pro Arbeitstag, über so etwas kann ich nur lachen oder weinen. Das wäre meinen Redaktionen einfach nicht wert. Ich habe schon verschiedene kostenaufwändigere Projekte vorgeschlagen (z.B. “Ein Tag im Leben von XYZ”), die an den Kostenvorgaben gescheitert sind. Ich persönlich bin schon froh, ab und zu über die 50 Euro hinauszukommen.
Auf der anderen Seite: Ich arbeite erst seit August 2007 als Journalist und erst seit August 2008 als VJ. Insofern sehe ich durchaus noch Steigerungen nach oben.
“Tschuldigung, aber das hier finde ich affig. Es sollte doch allen Beteiligten bewusst sein, dass es bei der Bild-Pseudoflip nicht um wohlrecherchierte Reportagen geht, und dass die damit produzierten “Werke” nur dann ueber einen Fernsehbildschirm flimmern werden, wenn es sich dabei um das einzige Bewegtbild der furchtbaren Katastrophe von nebenan handelt.”
Ganz gut gesagt, stk! Bin völlig einverstanden mit Dir!
Stimme mit euch zu!
Sehr interessanter Artikel, danke für die Erklärungen!
Danke für die ausführliche Infos.Die waren echt sehr nützlich für mich und natürlich für das Job.Tolle Seite.Danke.